Berichte von 09/2018

Ewaka, auch mein Zuhause?

03Sept2018

Die erste Woche
...fängt schon mal gut an. Kaum aus dem Flieger gestiegen nach einem 12 Stunden Flug von Frankfurt nach Entebbe, mit einem Stopp in Istanbul und in Kigali, fehlt der Rucksack meines Projektpartners Lucas. Wir acht Freiwilligen werden von Eva, unserer Projektleiterin begrüßt, die bereits auf uns wartete. Um 4 Uhr nachts (5 Uhr ugandische Zeit ) fahren wir nach Kampala, Ugandas Hauptstadt. Eine ruhige Fahrt ist auf den Straßen quasi unmöglich, weshalb an Schlafen nicht mehr zu denken ist. Wir verbringen zwei Tage in Kampala  und schauen uns die Stadt und das Straßenkinderprojekt der Kampala Freiwilligen an. Es sind so viele viele Eindrücke 

  Abschied nehmen am Flughafen in FrankfurtÜber den Wolken Der Matatubusbahnhof Kampala Downtown 
Nach weiterer holpriger Fahrt mit einem Matatu, ( ein Autobus der normal erst losfährt wenn alle Plätze besetzt sind,siehe Bild links oben) kamen wir endlich in Jinja, genauer Buwenda, an, wo unser Haus steht, dass ich mir mit meinen 3 Projektpartnern teilen werde. 

Mit dem Boda Boda, eine Art Taxi-Motorroller, ist das Kinderheim Ewaka nur ein paar Minuten entfernt und kostet gerade mal 3.000 Uganda Schilling was umgerechnet 75 Cent entsprichtsurprised

Der Matatubusbahnhof Kampala Downtown Eine Fahrt auf einem Boda Boda

Ewaka ist genauso, wie ich es mir vorgestellt habe und dann doch wieder ganz anders. Als wir ankamen, rannten uns die Kinder schon entgegen und wir wurden direkt von den kleinen Kindern herzlichst umarmt und bei der Hand genommen. Sie zeigten uns ihre Zimmer, das Baumhaus, die Hundewelpen und wir waren ganz überwältigt. Ich habe richtig gemerkt wie glücklich die Kinder waren uns zu sehen. Zum Glück sprechen alle Kinder ganz gut englisch, doch untereinander reden sie immer Luganda, ihre Muttersprache, von der ich (noch?) kein Wort verstehe.

Unsere Begrüßung:)Das KinderheimAkello mit meiner ASC Jacke Alle Mitglieder auf einem BlickDas Mädchenzimmer

Mitlerweile bin ich seit zwei Wochen in Uganda und fast täglich im Kinderheim. Da noch Schulferien sind muss weder ich, noch die Kinder zur Schule  gehen und wir vier (Lucas Marie Jesper und ich )  haben uns einen Plan ausgedacht, um alle Kinder täglich zu fördern. Anfangs lief es noch sehr holprig, da wir uns erst einen Einblick verschaffen mussten auf welchem Stand die Kinder sind und wo ihre Interessen und Talente liegen. Uns selber ersteinmal zurecht zu finden, in einer anderen Kultur zu leben, als gewohnt, war /ist auch eine Herausforderung. 
Mit jedem Tag machen die Kinder neue Fortschritte, wie z.B. Tracy (15). Bereits nach zwei Tagen am PC benutzt sie schon beide zum tippen, obwohl sie voher noch die Buchstaben suchen musste und nur einen Finger benutzt hat! :D

     Meine WGKg Avocados für 50 Cent Computerunterricht mit den ÄlterenJoel ist fasziniert von meinem Globusball - Herr Schmidts Abschiedsgeschenk an den ErdkundeLK

Calvin, Vivienne und Aschraf, die meisten fühlen sich wohler mit Schwimmgurt und SchwimmflügelnMystica mit meinen Sachspenden! Danke an Wasserstraelen dafür;)

Leider wollen immer alle Kinder bei allen unserer Aktivitäten dabei sein und es ist echt hart auszuwählen, wer jetzt zuerst mit Schwimmen darf oder Englischunterricht bekommen. Aber 21 Kinder von denen die meisten ca 7 Jahre alt sind, sind einfach zu viele auf einmal. Deshalb teilen wir sie meistens in Gruppen nach ihrem Alter auf und merken uns wann wir mit wem was gemacht haben, damit auch ja niemand zu kurz kommt.wink Für mich sehr ungewohnt ist, dass die Kinder sich auf die Schule freuen und in den Ferien langweilen... etwas das Zuhause eher unüblich ist.

Alle Ewaka Kinder beitzen bereits Patenschaften wodurch sie die Schulgebühren bezahlen können. Jeden Monat werden Gebühren fällig und umso älter die Kinder werden, desto teurer wird auch die Schule. Ronald und Brian sind die beiden ältesten, die in Ewaka leben. Ronald studiert bereits Architecktur und Brian möchte Mechanics studieren. Wenn möglich binden wir die Nachbarskinder in unsere Spiele und beim Sport ein, wie Vivienne.( zweite auf dem Bild links oben)  Sie ist neun Jahre alt  und damit sie mit uns schwimmen gehen kann, haben wir ihr einen Badeanzug besorgt. Sie ist sehr talentiert im Schwimmen und Volleyball, weshalb sie mir aufgefallen ist. Ich sehe sie mit ihrer Familie öfters auf einem Feld arbeiten und würde mir für sie eine Patenschaft wünschen.

Kontaktiert mich bitte bei weiteren Fragen! smile

Leider kann ich meinen Spendenstand nur einmal im Monat komplett einsehen, daher müssen alle Spender immer warten bis ich ihn eingesehn habe, um dann eine Spendenquittug zu erstellen. Geschätzt liegt mein Spendenstand knapp vor den 2.300€ und da ich jede Spende die über diese Summe hinaus geht zu 100% direkt einsetzen kann, liegt es mir besonders am Herzen, diese Summe zu übertreffen! 
Den Lehrern meiner Schule des Städtischen Gymnasium Straelen, Hermann Tecklenburg und alle Bakannte und Freunde der Familie möchte ich ein besonders großes Dankeschön aussprechen! 
Es motiviert mich zu wissen, wie viele Menschen mich in meinem Vorhaben unterstützen, direkt durch eine Spende oder indirekt, indem mein Blog gelesen wird und dadurch mehr Leute erreicht. Es lasen über 700 Leute meinen ersten Blogeintrag!

Liebe Grüße von mir 

P.S. Ja ich denke Ewaka ist auch mein Zuhause geworden.