Berichte von 11/2018

Muszungu News

25Nov2018

Oly'otja? Guten Tag und wie geht es dir?

Das ist der erste Satz am Tag, wenn ich zur Arbeit gehe. Auch wenn hier jeder Englisch kann, kommt man mit der Muttersprache immer besser an;) Ich nehme gerade Lusoga-Unterricht bei einer Großmutter, die ehemalige Lehrerin ist. In der Kyabirwa Primaray School werden Kinder von der 1. bis zur 6. Klasse unterrichtet und in Sport und Musik von mir und Lucas.( https://lucas-abel-uganda.blog/ )  Dabei kann eine Klasse schon mal locker aus 70 Kindern bestehen!  

Lucas beim einlaufen Beim Tanzen im Musikunterricht

In der Klausurenphase war unser Unterricht immer eine besonders willkommende Abwechlung für die Schüler. Wir haben mit ihnen extra eine Tanzchoreographie im Musikunterricht gelernt, weil wir wissen wie sehr unsere Schüler das Tanzen lieben und jetzt wo sie den Tanz zu "Waka-Waka" von Shakira können, sind wir wieder dran uns einen neuen Tanz anzueignen. Diesmal wagen wir uns an ugandischer Musik! =D

Wer mal in Ugandas Charts reinhören will: ( https://www.youtube.com/watch?v=Dbp1xck2szk&list=PLMmVJHHEJ42-ms8JNK6SFCQ4Ven0pvvB2&index=8 )

Der Laufsteg über dem Pool vom Black Lantern 

Eine ziemlich beeindruckende Modenschau fand letztens im "Black Lantern Resort" in Bujagali statt. 
Die Fashionshow lief unter dem Motto "vom Slum zum Catwalk" und präsentierte selbstgeschneiderte Kleidung getragen von Frauen die aus dem Slum Jinjas kommen. Dank dem guten Kontakt zum Inhaber des Hotels können wir dort auch wöchentlich Schwimmunterricht geben. Es war wirklich toll zu sehen was die Frauen mit Hilfe der Organisation "a Womens Worth" auf die Beine gestellt haben. Die Klamotten hätte ich sofort genommen, aber vorallem die gelungene Entwicklungszusammenarbeit finde ich bemerksenswert! Etwas, dass ich natürlich auch versuche zu erreichen. smile 

 Ein Meeting von Pesti in der Bibliothek von Pefo Lehrer werden im Sport unterricht gecoached von PEFO 

Durch Zufall stießen wir auf eine NGO (Non-Governmental Organisation), die sehr aktiv in der Gegend ist und unteranderem Lehrerworkshops anbietet, Handwerker und Frisöre ausbildet, Häuser für Grannys baut und eine Bibliothek für Schulen zur Verfügung stellt. (http://pefoug.org/9) Meine Lusogalehrerin lebt zum Beispiel in einem der von Pefo gesponsorten Häuser und die Bibliothek besuchen wir regelmäßig mit den Ewaka-Kindern, denn sie lieben es jedes Mal! 
Durch  Kontakt zu Mitgliedern in der PEFO Organisation hat sich ein Commitee gebildet, zum Zwecke sich nachhaltig sportlich in der Region zu engagieren und zu fördern. 
Das Resultat ist  PESTI ( PEFO sports and talented Initiative), dessen Ziel ist es Menschen, durch den Sport zu bestärken. Wir sind gerade dabei Schulen in der Umgebung zu besuchen, um die Schulen zu motivieren Sportunterricht zu geben, in dem wir am Ende des Jahres ein Tournament organisieren. 

Wir auf dem Oktoberfest in Kampala zu Ehren der deutsch-ugandischen Freundschaft  Adventskalender für Ewaka Wihnachtsfeier im Kinderheim

Meine Spenden haben dank eurer Hilfe die 2.300€ überschritten und ich bin nun in der Lage die übrigen Spendengelder direkt einzu setzen! Vielen Dank schon mal dafür!!!

Die Hälfte meines Jahres ist rum und wir haben ein Zwischenseminar, um zu evaluieren, was wir bisher erlebt und erreicht haben. Für mich ist Uganda im ganzen eine ziemlich positive Erfahrung und ich hoffe einen nachhaltigen Freiwilligendienst zu machen. Eine Sache, die mich allgemein stört ist, dass ich als weiße Frau wargenommen werde, die direkt mit Geld assoziiert wird. Erst wenn man persönliche Erfahrungen macht oder Kantakt hat schwindet dieses Bild des " Muzungus". ( Bezeichnung für Menschen europäischer Abstammung, hier mit Vorurteilen assoziiert)

Ausblick von Sansibar traditionnelles Essen von einer befreundeten Köchin. Hoffentlich merk ich mir das für Deutschland Flieger basteln im Kinderheim mit Aschiraf

Andersherum muss ich mich selber an die Stirn fassen, was mein Bild den Locals gegenüber angeht. Ich weiß wie freundlich, kompetent und vertrauenswürdig ugandische Menschen sein können. Trotzdem verbringe ich die meiste meiner Freizeit mit meinen weißen Freunden und reise, wie an Silvester, zur touristischen Hochburg Sansibar. Wunderschön keine Frage, aber meine Nachbarn waren nocht mal in Kampala, Ugandas Hauptstadt, die 3 Stunden Busfahrt entfernt liegt. Ich bin da fast jedes Wochenende. Ein Busfahrt kostet 1,50€ ( 6ooo Uganda Scchilling)

Kein Wunder also, dass meine Schüler von 80 Kinder pro Klasse auf 15 schrumpfen, wenn kontrolliert wird, wer die Schulgebühren bezahlt hat! Der durchschnittliche Verdienst ist 5-10€ im Monat und die meisten Familien besitzen mindestens 3 Kinder. Wir bieten eine Patenschaft für die Nachbarskinder von Ewaka an, dessen Familien die Gebühren nicht aufbringen können. Die Kinder werden in den Aktivitäten vom Kinderheim miteingebunden und durch eine Whatsappgruppe erhält der Sponsor regelmäßig Updates über seinen Paten. 

https://www.ewakafoundation.com/unterstuetzen-mitwirken

 

Liebe Grüße eure Nele smile